inMusic (CD des Monats): Erdmöbel zählen wohl mit zu den interessantesten Gruppen, die es in der deutschsprachigen Musikszene derzeit gibt. "Altes Gasthaus Love" ist eine Platte, mit der man viele schöne und aufwühlende Stunden verbringen kann.(Rainer Guerich)
Sonntag Aktuell: "Altes Gasthaus Love" ist Liedermachermusik, der all das fehlt, was man an Liedermachermusik hasst. (arü)
Stuttgarter Nachrichten: Erdmöbel aus Köln haben elf Songs von graziler Schönheit aufgenommen. Profane Inhalte werden zu intelligenten, aber nicht verkopften deutschen Texten. Traurig sein ist anderswo. Wo ist dieses alte Gasthaus bloß? (Anja Wasserbach)
Viertel nach Fünf: Was zunächst klingt wie neudeutscher Pop mit melancholischen Texten wird zu grazilen Perlen mit fein ausbalancierter Instrumentierung und Gedichten voller Wahrheit über Liebe und Glückseligkeit. Und für den Songtitel "Vergnügungslokal mit Weinzwang" sollen alle auf die Knie fallen. (Eberhard Spohd)
WOM Journal: Erdmöbel sind größer, als man sie besprechen kann - bei den vier Kölnern gibt es einfach zu viele Pluspunkte, die erst beim Hören zum Staunen werden. (Anne Otto)
Kölner Stadtanzeiger: Absolut empfehlenswert. (Thorsten Keller)
Kölner Stadtrevue: Wer das Cabriogefühl auf dem Fahrrad schätzt und den Kaffee morgens am liebsten bei Sonnenschein am offenen Fenster seiner Mietwohnung trinkt, dürfte hiermit gut bedient sein. (Volker M. Leprich)
Die Kappe: Ich glaube nicht, dass uns eine andere (muttersprachliche) Band in diesem Jahr ein solches Album in den Player legen wird. Warum auch? Wir haben ja dann schon eins. (Fritz Lammert)
Lift Stuttgart: Das aktuell bewegendste Album aus einheimischer Zucht (UK)
Welt am Sonntag: Tatsächlich gibt es viel Bewegung in den Liedern der neuen Erdmöbel-CD. Manchmal rührt das Schlagzeug munter-altmodische Conny-Froboess-Flottheiten zusammen, manchmal ist es eiskalter Techno-Beat. Dazu werden die "Schuhe von Audrey Hepburn" besungen, ein "wundervoller Nachmittag in Venedig" oder einfach nur der blaue Himmel. Warum diese idyllischen Liebeleien trotzdem nicht in den Kitsch abrutschen? Vielleicht, weil Berges gerade seine Glücks-Poeme immer ein bisschen Udo-Lindenberg-mäßig dahernölt. Oder weil er die reine, strahlende Lebensfreude meistens doch noch mit einer rätselhaften Metapher verschattet. Oh ja, der Pop-Dichter Markus Berges und seine Verse, die so vielschichtig sind und dennoch in jedem Halbsatz ein ganzes Lebensgefühl transportieren - sie wären einer eingehenden Betrachtung würdig. Allein schon die Zeilen des vorletzten Liedes der CD: "Anfangs Schwester heißt Ende". Aber da bricht nun doch wieder Berges' Melancholie durch. Und dabei hatte er sich fest vorgenommen, heitere Texte zu machen. (Andreas Fasel)
taz: Mitunter droht die Gefahr, das Unternehmen könnte sich zu weit ins Schlagerhafte wagen. Da steht der Ich-Erzähler schon mal im "goldenen Licht auf dem Markusplatz", aber die Idylle in Venedig wird gebrochen, weil sich leider "der falsche Schatz" in den Arm kuschelt. Und wenn er beim Bossanova die "ewge Liebe" findet, dann findet das im Aufzug statt, und zwischen erstem Stock und Erdgeschoss folgt bereits die Ernüchterung. [...] So halbbeteiligt näselnd will niemals Pathos aufkommen, selbst wenn von blauem Himmel, großer Leidenschaft, Gondelfahrten und anderen verranzten Klischees die Rede ist. Schlussendlich aber kommt dann doch wieder die Traurigkeit des Daseins durch. So spielen Erdmöbel den Soundtrack zu einem Morgen, an dem man noch unentschieden zwischen Verzweiflung und Hoffnung in die Welt blinzelt und sich dann trotz der allgemein erschütternden Weltlage und des katastrophalen Girokontostandes doch lieber auf die Suche nach dem kleinen Glück begibt. "Ich sag Ja und nicht Nein", singt Berges im letzten Stück des Albums, "leicht ist die Luft und nicht Stein/ Ich will lieber glücklich sein". Wer das will, und wer will das nicht, ist herzlich eingeladen mitzusingen. (Thomas Winkler)
Hamburger Morgenpost: Die CD ist in der Tat ein großer Wurf: beschwingter, akustischer Pop mit schwelgerischen Refrains, behutsam eingestreuten Samples und aufmerksam beobachtenden Texten. (Timo Hoffmann)
Berliner Zeitung: Von der Songwriterin [Joni Mitchell] haben Erdmöbel sich abgeguckt, wie man zu bezaubernden Melodien und Rhythmen über Lügen und Verfehlungen singt. Ohne dabei Zynismus zu verbreiten.(Christian Buss)
Klenkes (CD des Monats): Große Kunst! rm