Mitunter droht die Gefahr, das Unternehmen könnte sich zu weit ins Schlagerhafte wagen. Da steht der Ich-Erzähler schon mal im "goldenen Licht auf dem Markusplatz", aber die Idylle in Venedig wird gebrochen, weil sich leider "der falsche Schatz" in den Arm kuschelt. Und wenn er beim Bossanova die "ewge Liebe" findet, dann findet das im Aufzug statt, und zwischen erstem Stock und Erdgeschoss folgt bereits die Ernüchterung. [...] So halbbeteiligt näselnd will niemals Pathos aufkommen, selbst wenn von blauem Himmel, großer Leidenschaft, Gondelfahrten und anderen verranzten Klischees die Rede ist. Schlussendlich aber kommt dann doch wieder die Traurigkeit des Daseins durch. So spielen Erdmöbel den Soundtrack zu einem Morgen, an dem man noch unentschieden zwischen Verzweiflung und Hoffnung in die Welt blinzelt und sich dann trotz der allgemein erschütternden Weltlage und des katastrophalen Girokontostandes doch lieber auf die Suche nach dem kleinen Glück begibt. "Ich sag Ja und nicht Nein", singt Berges im letzten Stück des Albums, "leicht ist die Luft und nicht Stein/ Ich will lieber glücklich sein". Wer das will, und wer will das nicht, ist herzlich eingeladen mitzusingen.