Erdmöbel wurden schon früh auch von größeren Feuilletons wahrgenommen. Und doch sind sie über ihren Geheimtipp-Status nie richtig hinaus gekommen. Vielleicht bleiben sie deshalb auch auf ihrem fünften Album so spannend. Lässt man alle Erdmöbel-Alben Revue passieren, könnte man jedem Album einen speziellen Sound zuschreiben. Von Rock über Chanson und Elektronika-Pop bis zu den aktuellen Sixties-Einflüssen. Trotz dieser mittelgroßen Neuerfindungen, blieben Erdmöbel-Songs stets erkennbar und speziell.

"Für die nicht wissen wie" ist das neue Album auf dem Hamburger Label Tapete Records. Die lässige Fröhlichkeit des vorigen Albums "Altes Gasthaus Love" ist glücklicherweise nicht gewichen. Sie wird nun aber weniger elektronisch und stattdessen mit Posaune, Klavier und melodischem Bassspiel weiter ausgebreitet. Markus Berges` Gesang steht nach wie vor im Mittelpunkt, genau wie seine leicht schrulligen und dennoch feinsinnigen Geschichten vom Schlittenfahren und anderen vermeintlichen Alltagsnichtigkeiten.

Für das Album wurden erstmals auch zwei Stücke von Burt Bacharach und Henry Mancini gecovert, inklusive der ins Deutsche übersetzten Texte, versteht sich. ?Russischbrot? spendiert Tapete Records zur Feier des Tages. (jw)

(tonspion.de 31.08.05)
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